3.3. Einbindung von Zivilgesellschaften und Politik
Eine enge Einbindung der (Kommunal-)Politik und eine partizipative Integration der Zivilgesellschaft ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für das Kommunale Mobilitätsmanagement, um den Transformationsprozess Mobilitätswende erfolgreich umzusetzen. Mitunter haben die verschiedenen Akteur*innen und Interessensgruppen auf kommunaler Ebene stark voneinander abweichende Vorstellungen, wie eine richtige Mobilitätskultur aussieht und welche Maßnahmen dafür ergriffen werden müssen. Neben den etablierten Akteur*innen aus den Wirtschafts- und Handelsverbänden, den Fachverbänden (z.B. ADAC oder ADFC) und der Technologieentwicklung, stehen verschiedene Gruppen der Zivilgesellschaft, die versuchen, durch ihr bürgerschaftliches Engagement kreative Lösungen für lokale Herausforderungen zu finden. Diese beiden Stoßrichtungen aufeinander abzustimmen und in ein Ergänzungsverhältnis zu bringen, kann aber auch positive Synergieeffekte freisetzen und hat damit ein erhebliches Potential für eine neue Mobilitätskultur auf kommunaler Ebene (Vgl. Handbuch Zukunftsnetz, S. 34).
Während sich für die Einbindung der Zivilgesellschaft in die kommunalpolitischen Entscheidungsprozesse insbesondere Maßnahmen wie ein Fußverkehrs-Check, Planungsworkshops oder Stadtteilspaziergänge mit Kindern anbieten, erfolgt die Einbindung der Politik am besten über das Instrument des interfraktionellen Arbeitskreises. Dieser Personen stellt den Veränderungsprozess auf eine breite politische Grundlage und ermöglicht, dass Entscheidungen mit einem festen Kreis von Personen in nicht öffentlichen Sitzungen vorbereitet werden können. Somit wird die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteur*innen gestärkt und eine effektive Gestaltung der Abstimmungsprozesse erleichtert.
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