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Mobilitätsmanagement als Change-Management-Prozess

Mobilitätsmanagement bedeutet Veränderung. Der Wandel zu einer nachhaltigen Mobilitätsentwicklung erfordert das Aufbrechen von tradierten Planungsmustern und Mobilitätsroutinen. Der sozialwissenschaftliche Ansatz des Change-Managements ist die Grundlage hierfür und wird auf die besonderen Bedingungen der öffentlichen Verwaltung zugeschnitten.

Grundlagen von Changeprozessen im Öffentlichen Dienst

Um die Planungsroutinen für eine nachhaltige Mobilitätsentwicklung innerhalb der Kommunalverwaltung dauerhaft zu verankern, sind folgende Grundlagen des Change-Prozesses von elementarer Bedeutung.

Daueraufgabe

Der Weg zum Gelingen des Mobilitätsmanagements ist eher ein Marathon als ein Sprint. Der Fokus des Handelns liegt auf dauerhafter Entwicklung und nicht auf maximaler Umsetzungsgeschwindigkeit. Dies bedeutet nicht, dass es in diesem Prozess keine schnell sichtbaren Ergebnisse geben muss. Ganz im Gegenteil: Das große Ziel nachhaltiger Mobilität ist die logische Folge vieler kleiner erfolgreicher Schritte in die richtige Richtung.

Querschnittsaufgabe

Das größte Hindernis beim Aufbau und der Umsetzung eines Kommunalen Mobilitätsmanagements liegt in der traditionell stark arbeitsteiligen Organisation der Verwaltung. Ein soziales System wie eine Organisation kann in ihren Handlungen immer nur von einer einzigen Grundlogik geleitet werden. Im Falle des öffentlichen Dienstes ist dies die Logik der Arbeitsteilung mit eindeutigen Ressorts, klaren Abläufen und Zuständigkeiten. Bei Querschnittsaufgaben, die plötzlich eine bereichsübergreifende Zusammenarbeit erfordern, sind Schwierigkeiten an Schnittstellen und in der Zusammenarbeit mit anderen Ressorts daher eher die Regel als die Ausnahme. Dieser Herausforderung steht vor allem der/die Mobilitätsmanager*in gegenüber. Darin liegt aber auch eine Chance: Als Hersteller*in und Pfleger*in netzwerkartiger Strukturen in der Verwaltung ist er/sie ein zentraler Baustein auf dem Weg zur bereichsübergreifenden Zusammenarbeit. Gerade bei einem so facettenreichen Thema wie der Mobilität ist es elementar, unterschiedliche Perspektiven zu erkennen und zu respektieren. Oft kann es gelingen, auch bei konträren Positionen konstruktiv an der Lösung eines Problems zu arbeiten, wenn die Interessen aller Beteiligten herausgearbeitet werden.

Vertiefend eingegangen wird in diesem Leitfaden auf: