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Mobilitätsmanagement für Kinder und Jugendliche

Was ist Mobilitätsmanagement für Kinder Jugendliche?

Wenn Mobilitätsmanagement auf einen Wandel des Mobilitätsverhaltens zielt und gerade dieses Verhalten von hartnäckigen Routinen geprägt ist, was liegt dann näher, als schon möglichst früh anzusetzen – bei Kindern und Jugendlichen?!

Bereits Kinder und Jugendliche haben viele Wege: Zur Kita, zur Schule, zum Sport, zum Musikunterricht. Diese Wege sind in der Regel deutlich kürzer als die der Erwachsenen. Die durchschnittliche Wegelänge liegt bei Kindern bis 9 Jahre bei 24 km pro Tag, bei den 10-19-Jährigen bei 29 km pro Tag. Zum Vergleich: Erwachsene legen bis zum Ende des Berufslebens im Durchschnitt täglich 46 bis 51 km zurück. Dennoch werden Kinder bei 50 % (bis zu 9 Jahre als) bzw. 27 % (10 bis 19 Jahre alt) ihrer Wege im Auto mitgenommen. Das führt zu einem unnötig hohen Unfallsrisiko vor vielen Kitas und Schulen, aber auch zu weiteren Nachteilen und Belastungen – nicht zuletzt für die Kinder auf dem Rücksitz. Ihnen wird der für ihre motorische, kognitive und soziale Entwicklung wichtige Erfahrungsraum aktiver Verkehrsteilnahme genommen. 

Gehen Kinder und Jugendliche hingegen mehr zu Fuß, fahren mit dem Fahrrad oder nehmen Bus und Bahn, dann hat dies viele positive Effekte:

  • Eine Reduktion des Pkw-Bringverkehrs senkt das Unfallrisiko für die nicht motorisierten Kinder und Jugendlichen im Umfeld der Schulen und Kitas.
  • Mehr Bewegung steigert die physische und psychische Gesundheit der Kinder und Jugendlichen.
  • Die aktive Verkehrsteilahme fördert die Entwicklung motorischer Fähigkeiten wie z.B. die Körperbalance.
  • Die aktive Verkehrsteilahme verbessert kognitive Fähigkeiten wie z.B. das räumliche Vorstellungsvermögen oder die Einschätzung von Risiken.
  • Selbständiges Unterwegssein stärkt Selbstbewusstsein und Autonomie.
  • Der Weg als gemeinsamer Erfahrungs- und Kommunikationsraum mit Anderen fördert die Entwicklung sozialer Fähigkeiten.
  • Die Kinder und Jugendlichen erlernen frühzeitig die Optionen und Vorzüge einer aktiven, nachhaltigen Mobilität und nehmen dieses Erfahrungswissen mit ins Erwachsenenalter.
  • Weniger Pkw-Verkehr führt zu einer Senkung von CO2-Emissionen sowie von Luftschadstoff- und Lärmemissionen.

Immer mehr Schulen gehen daher über die klassische Verkehrserziehung hinaus und weiten ihre Verkehrssicherheitsarbeit aus zu einem umfassenden Mobilitätsmanagement für Kinder und Jugendliche.

Handlungsfelder und Maßnahmen des MMKJ

Was können Schulen, Kitas, Sportvereine und andere Einrichtungen und Akteure konkret tun, um Kindern und Jugendlichen eine sichere, nachhaltige und gesunde Mobilität zu erleichtern? Wie auch in anderen Bereichen des Mobilitätsmanagements, so muss auch ein Mobilitätsmanagement für Kinder und Jugendliche individuell auf den Standort und die Zielgruppen(n) mit ihren Mobilitätsbedürfnissen ausgerichtet werden. Der Strauß möglicher Maßnahmen ist groß. Es lassen sich dabei drei zentrale Handlungsfelder unterscheiden:

  • Verkehrserziehung und Mobilitätsbildung
  • Verbesserungen bei Infrastruktur und Verkehrsregelung
  • Organisation und Information

Kontakt

Julia Brosy 
Projektleiterin
Mobilitätsmanagement für Kinder und Jugendliche 
Telefon: 01517 4311916
Email: julia.brosy@depomm.de