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Betriebliches Mobilitätsmanagement

BMM schafft vielfältigen Nutzen 

Ein betriebliches Mobilitätsmanagement (BMM) ermöglicht es privaten wie öffentlichen Arbeitgeber*innen, die Mobilität an und zu ihrem Standort gezielt zu optimieren und umwelt- und klimaschonender zu gestalten. Im Fokus stehen dabei Arbeitswege ebenso wie Dienstwege. Aber auch Fuhrparke sollten energieeffizienter und umweltverträglicher werden. Indem die Rahmenbedingungen für das individuelle Mobilitätsverhalten von Beschäftigten, Besucher*innen, Lieferant*innen und weiteren Zielgruppen systematisch verbessert werden, lassen sich Verkehre vermeiden, verlagern und effizienter gestalten. Die Nutzung nicht motorisierter und öffentlicher Verkehrsmittel wird gestärkt. Die Betriebe profitieren dabei auf vielfältige Weise. Sie können mit Mobilitätsmanagement

  • ihre Erreichbarkeit verbessern  

  • Pkw-Stellplätze einsparen und Parkdruck senken  

  • die Gesundheit ihrer Beschäftigten fördern

  • ihre Attraktivität als Arbeitgeber*innen steigern

  • einen proaktiven Beitrag zum Klimaschutz und zur Luftreinhaltung leisten. 

Strategie und Handlungsfelder des BMM

Was können Betriebe tun, um die Rahmenbedingungen für die Mobilität an ihrem Standort effektiv zu verbessern? Beim betrieblichen Mobilitätsmanagement geht es darum, 

  • Öffentliche und nicht motorisierte Verkehrsmittel als Alternativen zum Pkw attraktiver zu machen,
  • Hemmnisse zu ihrer Nutzung abzubauen, 
  • mehr Transparenz über die verschiedenen Optionen zu schaffen und
  • Fehlanreize zur Alleinfahrt mit dem Pkw zu beseitigen. 

Das betriebliche Mobilitätsmanagement umfasst dabei mehrere Handlungsfelder:

Kontakt

Stefan Haendschke
Projektleiter
Betriebliches Mobilitätsmanagement
Tel.: 0171 2920332 
E-Mail: stefan.haendschke@depomm.de 

Da jeder Betrieb und jede Belegschaft anders sind, kann es kein allgemeingültiges Patentrezept für betriebliches Mobilitätsmanagement geben. Maßnahmen, die wahllos mit der Gießkanne ausgegossen werden, können kaum effektiv und effizient sein. Das betriebliche Mobilitätsmanagement muss vielmehr klug auf den Standort und die Zielgruppe(n) ausgerichtet werden.

Bisherige Erfahrungen zeigen, dass das Umsteigepotential bei einem derart systematischen Vorgehen bei zwanzig Prozent der Pkw-Alleinfahrten und mehr liegt.

Die Rolle öffentlicher Akteure beim BMM

Da sich mit betrieblichem Mobilitätsmanagement CO2- und Luftschadstoff-Emissionen im Verkehrssektor reduzieren lassen, fördern der Bund und auch einige Bundesländer Betriebe bei der Einführung und Umsetzung von Mobilitätsmanagement. 

Einen wesentlichen Beitrag zum Gelingen und zur Verstetigung von betrieblichem Mobilitätsmanagement können aber auch Kommunen und Regionen leisten. Einerseits sorgen sie für geeignete verkehrliche Rahmenbedingungen – von der Fahrrad-Infrastruktur über die Verbesserung des Angebotes öffentlicher Verkehrsmittel bis zur Verfügbarkeit attraktiver Sharing-Lösungen.  Andererseits können sie Betriebe auch aktiv bei ihrem Mobilitätsmanagement unterstützen. Im Zentrum stehen dabei  

  • Information und Qualifizierung  
  • Beratung und Coaching   
  • Vernetzung und Erfahrungsaustausch. 

Immer mehr öffentliche Verwaltungen gehen außerdem mit gutem Beispiel voran und führen ein betriebliches Mobilitätsmanagement auch für ihre eigenen Beschäftigten ein.

Kommunen, die das betriebliche Mobilitätsmanagement vor Ort gezielt und klug fördern, können vielfach profitieren, vor allem durch: 

  • geringere CO2-, Luftschadstoff- und Lärmemissionen sowie Flächeneinsparungen durch weniger Pkw-Stellplätze  
  • bessere Erreichbarkeit der Standorte und weniger Staus
  • höhere Attraktivität des Standorts für Arbeitgeber und Beschäftigte.  

Gefördert durch

Dieses Projekt wurde gefördert durch das Umweltbundesamt und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz. Die Mittelbereitstellung erfolgt auf Beschluss des Deutschen Bundestages.

Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt bei den Autorinnen und Autoren.